Schnüffeln, Spuren verfolgen oder Etwas suchen...
Für uns Menschen mag das uninteressant und langweilig sein - schließlich können wir uns nicht mal annähernd vorstellen, wie Hunde die (Geruchs-)Welt wahrnehmen. Denn für sie stehen Gerüche mitunter im Mittelpunkt.
Im Alltag werden diese Fähigkeiten völlig unterschätzt bzw. nicht als solche erkannt und noch seltener gefördert...
Mantrailing ist eine ganz besondere Art, das Bedürfnis der Hunde zu erfüllen, mit der Nase die Welt zu erfahren. Die Hunde gehen ganz gezielt auf die Spurensuche einer bestimmten Person - und das gemeinsam mit IHREM Menschen! Eine tolle Erfahrung, die zusammenschweißt!
Der Kurs FunTrail ist für alle Hunde und ihre Menschen das Richtige. In Kleinstgruppen ist es möglich, auf alle besonderen Bedürfnisse und individuellen Voraussetzungen einzugehen - Hund und Mensch lernen die Kunst der Personensuche sprichwörtlich in kleinen Schritten.
Das Wort FunTrail soll jedoch gerade Bedeutung und Schwerpunkt dieses Angebots hervorheben:
Der Weg ist das Ziel!
Spaß und gemeinsame Erfolge (die "kleinen Schritte") stehen im Vordergrund, nicht irgendeine menschliche Definition von Leistung ("Wer findet schneller?").
Insofern sind wirklich Hunde aller Größen und Altersstufen (und ihre Menschen) willkommen.
FunTrail kann sowohl eine hundegerechte Freizeitbeschäftigung sein, als auch eine Unterstützung in der Verhaltenstherapie: Das positive Erlebnis für einen unsicheren oder ängstlichen Hund, der Spur eines (vielleicht fremden) Menschen zu folgen und dafür belohnt zu werden, kann kaum übertroffen werden (sorgfältiges Trainingsmanagement und -Planung vorausgesetzt!).
Ende September/Anfang Oktober ist der Start des Kurses, die Plätze sind aufgrund der Kleinstgruppen begrenzt.
Fragen zu Abläufen, Voraussetzungen, Ausrüstung, Preis etc oder Anmeldungen bitte ausschließlich per Mail an info@canis-sapiens.at!
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Dienstag, 10. September 2013
Freitag, 10. Mai 2013
hunde in öffentlichen verkehrsmitteln - oft ein (tierschutz-)problem!
video von hund in überfüllter ubahn ...
... kurz bevor ich die handycam gezückt habe, war die ubahn getreten voll.
der hund war schon beim einsteigen extrem gestresst und hat die ganze zeit ängstlich und hektisch die ihn umringenden beine angesehen - schließlich könnte ja jederzeit jemand auf ihn drauf steigen (was sicher auch schon des öfteren passiert ist). der schwanz war die ganze zeit total eingeklemmt zwischen den hinterbeinen am bauch anliegend... (das konnte ich leider nicht filmen, eben weil es so dicht gedrängt war...)
die besitzerin bekommt davon kaum etwas mit, sie achtet überhaupt nicht auf ihren hund, passt auch nicht darauf auf, dass sich ihr eigener hund sicher fühlt.
eher im gegenteil, sie zieht den bereits völlig überforderten hund (wenigstens) am brustgeschirr zwischen den menschlichen beinen herum.
als einige menschen ausgestiegen sind und ich mit filmen begonnen habe, konnte der hund wenigstens ein bisschen durchatmen, die besitzerin steht allerdings noch immer mit dem rücken zu ihm, im zweifelsfall kann sie nicht mal sagen "passen sie auf, dass sie auf meinen hund nicht draufsteigen".
furchtbare situation aus sicht des hundes.
eine noch ärgere situation hab ich mal beobachtet, aber leider nicht gefilmt. ein pekingese sitzt bei den füßen seiner besitzerin in der ubahn. immer wenn er sich bewegt oder aufsteht, "tritt sie ihn wieder zurecht".
den ängstlichen blick des kleinhundes zu den füßen seines menschen werd ich nicht mehr vergessen. als sie dann ausgestiegen sind, war der kleine nur damit beschäftigt, allen beinen und sich bewegenden füßen möglichst auszuweichen. ein unterfangen, das ihm nicht gut gelingen kann - schließlich wird er an der leine herumgezerrt, oft genug direkt vor die füße eines menschen.
arg, was hunde alles ertragen (müssen) und noch ärger, dass nicht mehr schnapp- und beißvorfälle passieren.
wenn ich mir vorstelle, ein hund in der situation zu sein, ich würde wahrscheinlich prophyllaktisch jedem/jeder ins wadl zwicken. auf meinen menschen kann ich mich ja nicht verlassen, im gegenteil, die bringen mich ja sogar in diese misere oder verschlimmern sie durch eigene tritte sogar noch.
das fahren von öffentlichen verkehrsmitteln kann aber selbstverständlich auch anders aussehen...
... kurz bevor ich die handycam gezückt habe, war die ubahn getreten voll.
der hund war schon beim einsteigen extrem gestresst und hat die ganze zeit ängstlich und hektisch die ihn umringenden beine angesehen - schließlich könnte ja jederzeit jemand auf ihn drauf steigen (was sicher auch schon des öfteren passiert ist). der schwanz war die ganze zeit total eingeklemmt zwischen den hinterbeinen am bauch anliegend... (das konnte ich leider nicht filmen, eben weil es so dicht gedrängt war...)
die besitzerin bekommt davon kaum etwas mit, sie achtet überhaupt nicht auf ihren hund, passt auch nicht darauf auf, dass sich ihr eigener hund sicher fühlt.
eher im gegenteil, sie zieht den bereits völlig überforderten hund (wenigstens) am brustgeschirr zwischen den menschlichen beinen herum.
als einige menschen ausgestiegen sind und ich mit filmen begonnen habe, konnte der hund wenigstens ein bisschen durchatmen, die besitzerin steht allerdings noch immer mit dem rücken zu ihm, im zweifelsfall kann sie nicht mal sagen "passen sie auf, dass sie auf meinen hund nicht draufsteigen".
furchtbare situation aus sicht des hundes.
eine noch ärgere situation hab ich mal beobachtet, aber leider nicht gefilmt. ein pekingese sitzt bei den füßen seiner besitzerin in der ubahn. immer wenn er sich bewegt oder aufsteht, "tritt sie ihn wieder zurecht".
den ängstlichen blick des kleinhundes zu den füßen seines menschen werd ich nicht mehr vergessen. als sie dann ausgestiegen sind, war der kleine nur damit beschäftigt, allen beinen und sich bewegenden füßen möglichst auszuweichen. ein unterfangen, das ihm nicht gut gelingen kann - schließlich wird er an der leine herumgezerrt, oft genug direkt vor die füße eines menschen.
arg, was hunde alles ertragen (müssen) und noch ärger, dass nicht mehr schnapp- und beißvorfälle passieren.
wenn ich mir vorstelle, ein hund in der situation zu sein, ich würde wahrscheinlich prophyllaktisch jedem/jeder ins wadl zwicken. auf meinen menschen kann ich mich ja nicht verlassen, im gegenteil, die bringen mich ja sogar in diese misere oder verschlimmern sie durch eigene tritte sogar noch.
das fahren von öffentlichen verkehrsmitteln kann aber selbstverständlich auch anders aussehen...
| trockentraining der "parkposition". zwischen den beinen verliert der hund auch bei plötzlichen stopps nicht das gleichgewicht und er ist abgeschirmt vor "auf pfote steigen" und co. |
| beißkorbtraining muss natürlich sein - und zwar vor dem ersten öffi-fahren. hedy ist ausgestattet und bereit. |
| hedys erste ubahnfahrt haben wir zu einer zeit gemacht, in der wenig los war. hedys menschen stehen dennoch abschirmend und sicherheit gebend zwischen ihr und den anderen. |
| hedys erste ubahnfahrt... ganz weiß sie noch nicht, was das eigentlich soll... aber wir fahren gleich mal zu einem netten gebiet zum spazierengehen, dann machts wieder sinn. :-) |
| in der "parkposition" fühlt hedy sich sicher und schaut auch mal, was und wer sonst noch so mitfährt. |
| zwischendurch gibts immer kekse, damit das alles in guter erinnerung bleibt. |
| weil genügend platz ist (nachdem ein paar menschen ausgestiegen sind), kann hedy auch "frei" sitzen... und wird für diese geniale idee gelobt und bekommt einen keks. |
| ubahnfahren... ein klacks... denkt sich hedy und marschiert gehobenen schwanzes aus der ubahn. :-) |
Freitag, 26. November 2010
Spaziergang an der lockeren Leine – Erziehung notwendig oder überflüssig?
Es gibt wohl keinen Hund, der nicht mit dem Thema „Leine“ irgendwann mal konfrontiert wird. Besonders im städtischen Bereich ist die Leine aber nicht nur gesetzlich auferlegtes Übel, sondern auch eine notwendige Maßnahme im Sinne der Sicherheit für alle Beteiligten.
Um möglichst stressfrei und hundefreundlich das Beste aus der Leinen-Situation zu machen, ist das richtige Equipment besonders wichtig.
Die Verwendung eines Brustgeschirrs gegenüber einem Halsband ist unbedingt vorzuziehen.
Wenn ein Hund an einem Halsband regelmäßig zieht (oder gezogen wird), kann es zu Verschiebungen im Bereich der Halswirbelsäule, zu Quetschungen des Kehlkopfes und der Schilddrüse und zu einem Anstieg des Augeninnendrucks (Folgen: Netzhautablösung und grauer Star) kommen. Darüberhinaus erfolgen eine massive Sauerstoffunterversorgung im Gehirn und eine äußerst unangenehmene Lernerfahrung für den Hund.
Übrigens verbinden die wenigsten Hunde die gespannte Leine mit der „Würgesituation“. Entweder wirken sie vor Stress völlig hektisch, weil sie nicht wissen, wie sie den Druck verringern können, oder sie verknüpfen das „Gewürgt-werden“ mit dem Erscheinen von aus ihrer Sicht verantwortlichen Auslösern (andere Hunde, Menschen, Umweltreize aller Art) und reagieren auf diese immer negativer.
Die Verwendung eines Brustgeschirres bedeutet aber auf keinen Fall, dass ständiges Ziehen an der Leine kein Problem wäre:
Durch die Aufkrümmung der Wirbelsäule kann es zu einem Katzenbuckel kommen, der Schulter- und Oberarmbereich wird extrem belastet und bei zusätzlich schlechter Passform (Druck- oder Scheuerstellen) kann es unter den Achseln zu Reizungen oder sogar Verletzungen des Nervengeflechts und der Blutgefäße kommen.
Die Leine sollte gut in der Hand liegen und längenverstellbar sein: sogenannte Schleppleinen gibt es ab 5 Metern Länge. Hier kann je nach Situation entschieden werden, wieviel Spielraum der Hund haben kann. Der Teil der Leine, der gerade nicht gebraucht wird, wird aufgerollt in einer Hand gehalten.
Sogenannte „Flexileinen“ sollten möglichst nicht verwendet werden. Einerseits wird den Hunden auf diese Weise systematisch das Ziehen beigebracht, andererseits rutscht der Griff sehr schnell aus der Hand und wird zum gefährlichen Geschoss.
Doch wie lernt der Hund, (zumindest größtenteils) das Gehen an der lockeren Leine?
Methoden wie Leinenruck (auch verharmlosend „Leinenimpuls“ genannt) oder andere Einschüchterungstaktiken, die auf Druck und Strafe aufbauen, sind absolut nicht hundegerecht und daher abzulehnen.
Wenn Hunde regelmäßig durch sich-in-die-Leine-stemmen zum erwünschten Ziel kommen, werden sie es selbstverständlich weiterhin auf diese Weise versuchen. Erste Grundvoraussetzung ist also, rücksichtsvoll und aufmerksam mit dem Hund gemeinsam unterwegs zu sein.
Das bedeutet, den Hund (mit Leckerlis) so oft wie möglich zu belohnen, wenn die Leine durchhängt, und emotionsneutral stehen zu bleiben, wenn sich die Leine spannt. Hat der Hund dieses Prinzip einmal verstanden, kann die Belohnung selbstverständlich auch einfach das Weitergehen an sich (oder was auch immer der Hund tun möchte) sein. Hier heißt es Geduld haben und konsequent (nicht streng!) sein.
Bei manchen Hunden, die bereits über lange Zeit sehr erfolgreich im Ziehen waren, kann es sein, dass sich Verbesserungen sehr langsam einstellen. Hier hilft nur Geduld, Konsequenz und ggf. eine HundeverhaltenstrainerIn, die mit Motivation und Belohnung arbeitet. Oft genügen wenige Hinweise und Tipps, um zum gewünschten Erfolg zu kommen – immer vorausgesetzt, der/die BesitzerInnen nehmen ihre Verantwortung wahr.
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