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Sonntag, 15. März 2015

Ein Hundeleben lang sozial isoliert - Tierschutz, oder...?

Sogenanne Tierschutzhunde (aber auch andere) haben oft kein schönes Leben hinter sich: Schlechte oder zu wenig Erfahrungen mit Menschen und/oder der Umwelt drängt sie in (aus ihrer Sicht) ausweglose Situationen.

In die Ecke gedrängt ohne Rückzugsmöglichkeit ist Flüchten nicht möglich.

Und in solchen Situationen steigt das Stresslevel enorm, Stresshormone werden ausgeschüttet, die Wahrscheinlichkeit einer "Fight or Flight"-Reaktion ist enorm hoch.

Hat der Hund bereits in seiner Vergangenheit gelernt, dass Aggressionsverhalten funktioniert, wird dies relativ schnell zu einer "tollen Strategie" - aus Sicht des Hundes natürlich.

Solche Hunde erscheinen dann nicht unbedingt kontaktfreudig, so als wären sie alleine im Zwinger glücklich.
Weit gefehlt! Hunde sind hochsoziale Familienwesen, denen ein Leben ohne Sozialkontakt (ja, häufig fehlt auch innerartlicher Sozialkontakt) naturgemäß körperlich nicht schadet, aber das sie bestimmt nicht zufrieden macht.
Da bewegen wir uns dann schon fast in der "Nutz"-Tier-Haltungsdebatte, wo ja auch immer damit argumentiert wird, dass es den Tieren ja an nichts fehlt: Sie bekommen zu essen, müssen keine Kälte leiden, ...

Ja und? Das wäre ja gleich noch schöner, wenn dies ausreichen würde! Das kann nicht mehr als die absolute Mindestanforderung sein.

In der 2. Tierhaltungsverordnung ist wortwörtlich Sozialkontakt zu Menschen vorgeschrieben:

1.1. Allgemeine Anforderungen an das Halten von Hunden
(1) Hunden muss mindestens einmal täglich, ihrem Bewegungsbedürfnis entsprechend, ausreichend Gelegenheit zum Auslauf gegeben werden.
(2) Hunden, die vorwiegend in geschlossenen Räumen, z. B. Wohnungen, gehalten werden, muss mehrmals täglich die Möglichkeit zu Kot- und Harnabsatz im Freien ermöglicht werden.
(3) Hunden muss mindestens zwei Mal täglich Sozialkontakt mit Menschen gewährt werden.

(4) Wer mehrere Hunde hält, hat sie grundsätzlich in der Gruppe zu halten. Von der Gruppenhaltung darf nur dann abgesehen werden, wenn es sich um unverträgliche Hunde handelt oder wenn dies aus veterinärmedizinischen Gründen erforderlich ist.
(5) Welpen dürfen erst ab einem Alter von über acht Wochen vom Muttertier getrennt werden; dies gilt nicht, wenn die Trennung aus veterinärmedizinischen Gründen zum Schutz des Muttertieres oder zum Schutz der Welpen erforderlich ist. Ist eine vorzeitige Trennung mehrerer Welpen vom Muttertier erforderlich, so sind diese bis zu einem Alter von mindestens acht Wochen gemeinsam zu halten. Eine Ausnahme ist nur dann zulässig, wenn dies dem Wohl der Tiere dient und die Personen, welche die Tiere in ihre Obhut nehmen, über die erforderlichen Möglichkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten zur fachgerechten Aufzucht der Welpen verfügen.
(6) Maulkörbe müssen der Größe und Kopfform des Hundes angepasst und luftdurchlässig sein; sie müssen dem Hund das Hecheln und die Wasseraufnahme ermöglichen.

Es mag zwar Gesetze und Verordnungen geben, bei denen man die Sinnhaftigkeit hinterfragen kann, aber diese Mindestanforderung ist mehr als gerechtfertigt: Hunde sind domestizierte Tiere, dh. sie sind an ein Leben gemeinsam mit dem Menschen bestens angepasst und präferieren häufig menschliche vor hundlicher Gesellschaft. Ihnen dies vorzuenthalten, hat mit Tierschutz meiner Meinung nach wenig zu tun.

Soviel zur Theorie, selbstverständlich ist es nicht einfach, Zugang zu solchen Hunden zu bekommen und ihr Vertrauen zu gewinnen. Dies sollten auch immer Personen durchführen, die dementsprechend ausgebildet sind und Erfahrung haben.

Annäherung mit - noch - gemischten Gefühlen.

Hier sind ersten Schritte des Vertrauensaufbaus bei der Hündin Susi (hier ihre Vorgeschichte) zu sehen. Achtung: Jeder Hund ist eine eigene Persönlichkeit, hat unterschiedliche Erfahrungen gemacht und daher verläuft die Phase des Vertrauensaufbaus bei jedem Hund anders.



Im Fall von Rottweiler Marlo, hier seine Geschichte, waren die Umstände sehr ungünstig, weshalb das Training etwas anders verlief. Im folgenden Video sieht man schon etwas fortgeschrittene Übungen, die Marlo zuerst mit mir gelernt hat, mit einer ihm fremden Person. Ein Auslauf war zum damaligen Zeitpunkt nicht möglich.



Es ist sehr sinnvoll, dass zuerst eine qualifizierte Person positiven Zugang zum Hund erreicht, damit man dem Hund überhaupt die Möglichkeit geben kann, Vertrauen zu fassen: Zuviele Köche verderben den Brei! Doch je nach Situation in unterschiedlichen Stufen ist es sogar sehr sinnvoll, andere Personen einzubinden. Es soll schließlich nicht so sein, dass der Hund nur zu einem Menschen Vertrauen fasst.

Im folgenden Video wird Marlo zum ersten Mal das Brustgeschirr angelegt.



Voraussetzungen waren in seinem Fall:
- positive Assoziation mit meiner Anwesenheit im Zwinger
- positive Assoziation mit Anblick des Brustgeschirrs
- positive Assoziation mit Bewegungen der Hand/des Brustgeschirrs im Brustkorbbereich
- Verhalten "Kopf durch Schlaufe stecken" positiv erlernt

Dadurch dass ich eine supertolle Unterkunft für Marlo organisieren konnte, entwickelt er sich prächtig, wie hier nachzulesen ist.
Die zuständigen Betreuungspersonen können ihm inzwischen ganz selbstverständlich das Brustgeschirr anlegen und mit ihm in den Auslauf gehen. Das klappt jetzt, nicht weil Marlo kein Problem hat, sondern weil er schön Schritt für Schritt lernen durfte. Weniger ist mehr!

Marlo genießt das, was kaum jemand für möglich gehalten hätte ...
... nämlich positiven Sozialkontakt mit Menschen, nicht nur mit mir.

Mir tut es im Herzen weh, wenn ich mitbekomme, dass manche Hunde "aufgegeben" werden, oder erst gar nicht begonnen wird, mit ihnen zu arbeiten, weil es sich nicht "auszahlt".

Sicher muss man bei solchen Hunden mal eine gewisse Hürde überwinden und es geht nicht so bequem und schnell wie mit anderen. Aber hat man als TrainerIn nicht genau bei solchen Hunden die Verpflichtung, sich einzusetzen bzw. Hilfe zu organisieren?

Die Erfahrung zeigt: Ist erstmal das erste Eis bei einer Person gebrochen, ist das Kennenlernen von anderen engagierten Menschen weitaus einfacher und sollte unbedingt - unter Anleitung - stattfinden. Der Aufwand ist auf alle Fälle gerechtfertigt und alle involvierten Menschen profitieren davon - der Hund sowieso.

Aus der Skepsis wurde Freundschaft.








Sonntag, 27. April 2014

Social Walk in the City - Soziale Kompetenz gemeinsam lernen

In der Stadt passiert es sehr schnell, dass Hunde verängstigt werden - der Verkehr ist laut, das Ubahnfahren unbekannt, der Beißkorb unangenehm, andere Hunde schießen um die Ecke, oder einfach viele fremde Menschen auf wenig Raum...
Unangenehmerweise kann sich aus einem Schreckerlebnis binnen kurzer Zeit ein allgemeines Problem entwickeln - Angst generalisiert besonders schnell - ein Teufelskreis, aus dem der Hund ohne Hilfe nicht herauskommt.

Aus dem zuvor Hundeverträglichen Hund wird ein richtiger Leinenpöbler oder plötzlich klappt das Busfahren nicht mehr spannungsfrei, Begegnungen mit RadfahrerInnen werden zum Spießrutenlauf, etc.

'Social Walk in the City' kann hier helfen: Hund und Mensch bekommen Anleitung und Hilfestellungen bei Engpässen, wenn ein Ausweichen nicht mehr möglich ist.

In Kleinstgruppen (2-3 Mensch-Hund-Teams) lernen die Hunde Fähigkeiten wie z.B. das Fahren mit öffentlichen Verkehrsmitteln, die Begegnung mit (fremden) Hunden auf engem Raum, entspannte Kaffeehausbesuche, ... oder was sonst noch für die jeweiligen TeilnehmerInnen sinnvoll ist.


Auch eine Stadtrunde macht Spaß!

Viel Lachen beim Kaffeehausbesuch.

Öffi-Fahren in Sicherheitsposition inkl. Beißkorb ist gar nicht so schlimm!

Engstelle, fremder Hund kommt? Kein Problem!

Gemeinsames Warten auf die Ubahn - Von- und miteinander lernen!

Ort: U4/U6 Längenfeldgasse - U4 Meidling Hauptstraße - U4 Schönbrunn.
Zeit: später Nachmittag - abends unter der Woche oder vormittags am Wochenende

Weitere Informationen und Anmeldungen bitte per Mail an info@canis-sapiens.at oder telefonisch unter 0664 5043654.

Mittwoch, 6. April 2011

NÖ - Sachkundenachweis

Seit der Einführung der Rasseliste in Niederösterreich, ist es für BesitzerInnen von Listenhunden notwendig, einen Sachkundenachweis zu absolvieren.

Folgende Rassen sind betroffen:

*  Bullterrier
*  American Staffordshire Terrier
*  Staffordshire Bullterrier
*  Dogo Argentino
*  Pit-Bull
*  Bandog
*  Rottweiler  
*  Tosa Inu


Inhalte der Ausbildung:

Der allgemeine Teil der Ausbildung in einer Dauer von zumindest vier Stunden über das Wesen und das Verhalten des Hundes hat insbesondere zu beinhalten:
 
1. Haltung und Pflege des Hundes (Gesundheit und Ernährung)
2. Der Hund als soziales Lebewesen (Kontakte mit menschlichen Bezugspersonen, Kontakte mit Artgenossen, Entwicklung vom Welpen bis zum erwachsenen Hund, Einordnung in die soziale Gruppe)
3. Lernverhalten bei Hunden (mit Übungsbeispielen)
4. Die Sprache des Hundes (Körpersprache, akustische Sprache, verschiedene Duftwahrnehmungen, Tastsinn, Drohsignale bis hin zur Eskalation, Kommunikation Mensch – Hund, Angst)
5. Stress bei Hunden (Stressfaktoren, Stressvermeidung, Stressreduktion, Bewältigung von Stresssituationen)
6. Die richtige Beschäftigung mit dem Hund (Bewegungsbedürfnis, Spielverhalten)
7. Mit dem Hund unterwegs (in Ballungsräumen, in der Natur)


(1)  Der praktische Teil der Ausbildung über Leinenführigkeit, Sitzen und Freifolgen hat eine Dauer von zumindest sechs Stunden zu umfassen.
(2)  Bei der Leinenführigkeit ist insbesondere das Gehen und Laufen mit angeleintem Hund zu üben und vorzuzeigen. Dabei sind Hindernisse wie Wendungen, Tempowechsel und Anhalten vorzusehen.
(3)  Die Sitzausbildung hat insbesondere das Absetzen des Hundes aus der Bewegung zu umfassen. Die Übung muss mit freifolgendem Hund geübt und gezeigt werden.
(4)  Bei der Freifolgeausbildung ist insbesondere das Gehen und Laufen mit freifolgendem Hund zu üben und vorzuzeigen. Dabei sind Hindernisse wie Wendungen, Tempowechsel und Anhalten vorzusehen.
(5)  Bei der praktischen Ausbildung (Abs. 2 bis 4) hat die Bewältigung von Stresssituationen besondere Berücksichtigung zu finden.




Ausbildung und Prüfung erfolgen bei mir individuell an das jeweilige Mensch-Hund-Team angepasst.

Für nähere Infos bitte ich um direkte Kontaktaufnahme!





Hier der Gesetzestext "NÖ Hundehaltegesetz":













§ 1
 Allgemeine Anforderungen für das Halten von Hunden
 (1)  Wer einen Hund hält, muss die dafür erforderliche Eignung aufweisen und hat das Tier in einer Weise zu führen und zu verwahren, dass Menschen und Tiere nicht gefährdet oder unzumutbar belästigt werden können.
(2)  Ein Hund darf ohne Aufsicht nur auf Grundstücken oder in sonstigen Objekten verwahrt werden, deren Einfriedungen so hergestellt und instand gehalten sind, dass das Tier das Grundstück aus eigenem Antrieb nicht verlassen kann.


§ 2
 Hunde mit erhöhtem
 Gefährdungspotential
 (1)  Hunde mit erhöhtem Gefährdungspotential sind Hunde, bei denen auf Grund ihrer wesensmäßig typischen Verhaltensweise, Zucht oder Ausbildung eine gesteigerte Aggressivität und Gefährlichkeit gegenüber Menschen und Tieren vermutet wird.

 (2)  Bei Hunden folgender Rassen oder Kreuzungen sowie deren Kreuzungen untereinander oder mit anderen Hunden wird ein erhöhtes Gefährdungspotential stets vermutet:

     *  Bullterrier
     *  American Staffordshire Terrier
     *  Staffordshire Bullterrier
     *  Dogo Argentino
     *  Pit-Bull
     *  Bandog
     *  Rottweiler
     *  Tosa Inu

 (3)  Die Landesregierung kann durch Verordnung weitere Rassen oder Kreuzungen von Hunden bestimmen, bei denen aufgrund ihrer wesensmäßig typischen Verhaltensweise, Zucht oder Ausbildung eine gesteigerte Aggressivität und Gefährlichkeit gegenüber Menschen und Tieren vermutet wird.

 (4)  Bestehen bei Kreuzungen untereinander oder mit anderen Hunden Zweifel, ob der Hund unter die obigen Bestimmung fällt, hat der Hundehalter ein Sachverständigen-Gutachten vorzulegen, aus dem unter Zugrundelegung von Zuordnungskriterien wie Erscheinungsbild, Wesen, Bewegungsablauf hervor zu gehen hat, dass der Hund nicht unter die obigen Bestimmungen fällt.


§ 3
 Auffällige Hunde
 (1)  Auffällig ist ein Hund, bei dem auf Grund folgender Tatsachen von einer Gefährlichkeit auszugehen ist:
          1. Der Hund hat einen Menschen oder ein Tier durch Biss schwer verletzt, ohne selbst angegriffen, oder dazu provoziert worden zu sein, oder 
           2. der Hund wurde zum ausschließlichen oder überwiegenden Zweck der Steigerung seiner Aggressivität gezüchtet oder abgerichtet.
(2)  Die Auffälligkeit eines Hundes ist von der Gemeinde, in der der Hund gehalten wird, mit Bescheid festzustellen, wenn ihr Tatsachen im Sinne des Abs. 1 bekannt werden. Ab dem Zeitpunkt der Rechtskraft dieses Bescheides hat der Hundehalter oder die Hundehalterin binnen sechs Monaten die Nachweise gemäß § 4 Abs. 1 Z. 2 bis 6 vorzulegen.


§ 4
 Anzeige der Hundehaltung
 (1)  Das Halten von Hunden gemäß § 2 ist vom Hundehalter oder der Hundehalterin bei der Gemeinde, in der der Hund gehalten wird oder gehalten werden soll, unverzüglich unter Anschluss folgender Nachweise anzuzeigen:
           1. Name und Hauptwohnsitz des Hundehalters oder der Hundehalterin
           2. Rasse, Farbe, Geschlecht und Alter des Hundes sowie der Nachweis der Kennzeichnung gemäß § 24 a Tierschutzgesetz, BGBl. I Nr. 118/2004 in der Fassung BGBl. I Nr. 35/2008
           3. Name und Hauptwohnsitz jener Person bzw. Geschäftsadresse jener Einrichtung, von der der Hund erworben wurde
           4. Größen- und lagemäßige Beschreibung der Liegenschaft samt ihrer Einfriedungen und des Gebäudes, in der der Hund gehalten wird oder gehalten werden soll
           5. Nachweis der erforderlichen Sachkunde zur Haltung dieses Hundes
           6. Nachweis einer ausreichenden Haftpflichtversicherung.
(2)  Der Nachweis der erforderlichen Sachkunde für das Halten von Hunden gemäß § 2 und § 3 ist gegeben, wenn der Hundehalter oder die Hundehalterin mit dem betreffenden Hund eine bestätigte Ausbildung bei einer gemäß Z. 1.6. Anlage 1 zur 2. Tierhaltungsverordnung, BGBl. II Nr. 485/2004 in der Fassung BGBl. II Nr. 530/2006, berechtigten Person absolviert hat. Ein derartige Ausbildung hat zumindest eine Dauer von 10 Stunden zu umfassen und einen allgemeinen Teil über Wesen und Verhalten des Hundes und einen praktischen Teil über Leinenführigkeit, Sitzen und Freifolgen zu enthalten.
(3)  Die Landesregierung hat nähere Bestimmungen zum Inhalt und Umfang der Ausbildung zur Vermittlung der erforderlichen Sachkunde für das gefahrlose Halten eines Hundes gemäß §§ 2 und 3 durch Verordnung festzulegen.
(4)  Ein Hundehalter oder eine Hundehalterin eines Hundes gemäß § 2, der oder die zum Zeitpunkt der Anzeige über keinen Sachkundenachweis gemäß Abs. 2 verfügt, hat den Sachkundenachweis binnen sechs Monaten ab Anzeige der Haltung des Hundes der Gemeinde vorzulegen. Handelt es sich um einen jungen Hund, ist der Sachkundenachweis innerhalb des ersten Lebensjahres des Hundes vorzulegen.
(5)  Der Nachweis einer ausreichenden Haftpflichtversicherung ist dann gegeben, wenn der Hundehalter oder die Hundehalterin eine auf seinen oder ihren Namen lautende Haftpflichtversicherung für den Hund mit einer Mindestversicherungssumme in Höhe von € 500.000,– für Personenschäden und € 250.000,– für Sachschäden abgeschlossen hat, aufrechterhält und der Nachweis des Bestandes der Gemeinde ab dem Zeitpunkt der Anzeige jährlich vorgelegt wird.


§ 5
 Beschränkung der Hundehaltung
 (1)  Unbeschadet der Bestimmungen des § 4 ist das Halten von mehr als zwei Hunden gemäß § 2 und § 3 in einem Haushalt verboten.
(2)  Davon ausgenommen sind:
           1. das Halten von Hunden auf ausreichend großen Liegenschaften, wenn der Hundehalter oder die Hundehalterin einen Bedarf an der Haltung von mehr als zwei derartigen Hunden nachweisen kann (z.B. Wachhunde) und dadurch andere Personen weder gefährdet noch unzumutbar belästigt werden
           2. das Halten von Hunden bis zu ihrem 8. Lebensmonat
           3. das Halten von Hunden im Rahmen von nach den Bestimmungen des NÖ Veranstaltungsgesetzes, LGBl. 7070, ordnungsgemäß angezeigten Veranstaltungen, nach dem Tierschutzgesetz, BGBl. I Nr. 118/2004 in der Fassung BGBl. I Nr. 35/2008 bewilligten Veranstaltungen oder Ausstellungen und Messen
           4. das Halten von Hunden bei zur Ausbildung von Hunden berechtigten Personen im Zuge der Ausbildung der Hunde
           5. das Halten von Hunden zum Zwecke der Zucht, wenn diese gemäß § 31 Abs. 4 Tierschutzgesetz, BGBl. I Nr. 118/2004
in der Fassung BGBl. I Nr. 35/2008, ordnungsgemäß angezeigt wurde.


§ 6
 Hundehalteverbot
 (1)  Die Gemeinde kann einem Hundehalter oder einer Hundehalterin das Halten eines Hundes gemäß § 2 oder § 3 untersagen, wenn
           1. der Hundehalter oder die Hundehalterin entgegen § 3 Abs. 2 die Nachweise gemäß § 4 Abs. 1 Z. 2 bis 6 nicht oder nicht rechtzeitig vorlegt,
           2. der Hundehalter oder die Hundehalterin keine, eine unvollständige oder verspätete Anzeige gemäß § 4 Abs. 1 erstattet hat,
           3. die Liegenschaft oder das Gebäude, auf der oder in dem der Hund gehalten wird oder gehalten werden soll, nicht geeignet ist, um eine Gefährdung oder unzumutbare Belästigung durch den gefährlichen Hund für andere Personen auszuschließen,
           4. der Hundehalter oder die Hundehalterin keinen Sachkundenachweis gemäß § 4 Abs. 2 nachweist,
           5. der Hundehalter oder die Hundehalterin keine ausreichende Haftpflichtversicherung gemäß § 4 Abs. 5 nachweist oder
           6. mehr als zwei Hunde gemäß § 2 und § 3 in einem Haushalt gehalten werden und die Ausnahmen des § 5 Abs. 2 nicht gegeben sind.
(2)  Die Gemeinde kann das Halten von Hunden gemäß § 2 und § 3 auch dann untersagen, wenn bestimmte Tatsachen die Annahme rechtfertigen, dass der Hundehalter oder die Hundehalterin nicht in der Lage ist, den Hund so zu halten, dass Gefährdungen von Menschen abgewendet werden. Als bestimmte Tatsachen gelten insbesondere:
           1. eine gerichtliche Verurteilung wegen einer unter Anwendung oder Androhung von Gewalt begangenen oder mit Gemeingefahr verbundenen vorsätzlichen strafbaren Handlung,
           2. eine gerichtliche Verurteilung wegen eines Angriffes gegen die Staatsgewalt, den Staat oder den öffentlichen Frieden,
           3. eine gerichtliche Verurteilung wegen einer strafbaren Handlung nach dem Suchtmittelgesetz, BGBl. I Nr. 112/1997 in der Fassung BGBl I Nr. 143/2008
           4. die wiederholte Bestrafung wegen Verwaltungsübertretungen, die unter Alkohol- oder Suchtmitteleinfluss begangen wurden
           5. die wiederholte Bestrafung wegen Verstößen gegen Bestimmungen dieses Gesetzes oder
           6. die wiederholte Bestrafung wegen Verstößen gegen Bestimmungen des Tierschutzgesetzes, BGBl. I Nr. 118/2004 in der Fassung BGBl. I Nr. 35/2008.
(3)  Eine gemäß Abs. 2 maßgebliche Verurteilung oder Bestrafung liegt nicht vor, wenn sie bereits getilgt ist.


§ 7
 Ausnahmebestimmungen
Die Bestimmungen der §§ 2 bis 6 finden keine Anwendung:
           1. auf das Halten von Hunden im Rahmen von Forschungseinrichtungen
           2. auf das Halten von Hunden im Rahmen des öffentlichen Sicherheits-, Feuerwehr- und Rettungsdienstes
           3. für ausgebildete Behindertenbegleit-, Therapie- und Jagdhunde
           4. auf das Halten von Hunden in Tierheimen oder in nach dem Tierschutzgesetz, BGBl. I Nr. 118/2004 in der Fassung BGBl. I Nr. 35/2008, bewilligten Einrichtungen
           5. auf das Halten von Hunden im Rahmen einer gemäß § 23 Tierschutzgesetz, BGBl. I Nr. 118/2004 in der Fassung BGBl. I Nr. 35/2008, bewilligten gewerblichen Tätigkeit
           6. auf bestimmungsgemäß verwendete Hirten-, Hüte- und Herdenschutzhunde.


§ 8
 Führen von Hunden
 (1)  Der Halter oder die Halterin eines Hundes darf den Hund nur solchen Personen zum Führen oder zum Verwahren überlassen, die die dafür erforderliche Eignung, insbesondere in körperlicher Hinsicht, und die notwendige Erfahrung aufweisen.
(2)  Wer einen Hund führt, muss die Exkremente des Hundes, welche dieser an öffentlichen Orten im Ortsbereich, das ist ein baulich oder funktional zusammenhängender Teil eines Siedlungsgebietes, sowie in öffentlichen Verkehrsmitteln, Schulen, Kinderbetreuungseinrichtungen, Parkanlagen, Einkaufszentren, Freizeit- und Vergnügungsparks, Stiegenhäusern und Zugängen zu Mehrfamilienhäusern und in gemeinschaftlich genutzten Teilen von Wohnhausanlagen hinterlassen hat, unverzüglich beseitigen und entsorgen.
(3)  An den in Abs. 2 genannten Orten müssen Hunde an der Leine oder mit Maulkorb geführt werden.
(4)  Hunde gemäß § 2 und § 3 sind an den in Abs. 2 genannten Orten immer mit Maulkorb und Leine zu führen.
(5)  Während der Ausbildung, des Trainings oder der bestimmungsgemäßen Verwendung sind Dienst-, Jagd-, Hirten-, Hüte-, Herdenschutz-, Wach-, Rettungs-, Behindertenbegleit- und Therapiehunde von der Maulkorb- oder Leinenpflicht ausgenommen.


§ 9
 Hundeauslaufzone
 (1)  Die Gemeinde kann durch Verordnung Grundflächen des Ortsbereiches vom Geltungsbereich der Gebote des § 8 Abs. 3 und 4 ausnehmen. Diese sind, wenn einzelne Teile des Ortsbereiches bestimmt werden, als Hundeauslaufzonen zu kennzeichnen.
(2)  Bei der Erlassung der Verordnung ist insbesondere zu berücksichtigen:
           1. ob die dafür vorgesehenen Flächen auf Grund ihrer Lage, Größe und Beschaffenheit als Hundeauslaufzonen geeignet sind,
           2. in welchem Umfang öffentliche Erholungsflächen in der Gemeinde zur Verfügung stehen und
           3. wie viele Hunde in der Gemeinde gehalten werden.


§ 10
 Verwaltungsübertretungen
 (1)  Eine Verwaltungsübertretung begeht, wer
           1. gegen die Bestimmungen des § 1 verstößt,
           2. gegen die Bestimmung des § 3 Abs. 2 die Nachweise gemäß § 4 Abs. 1 Z. 2 bis 6 nicht oder nicht rechtzeitig vorlegt,
           3. gegen die Bestimmung des § 4 Abs. 1 die Anzeige des Haltens von Hunden gemäß § 2 nicht oder unvollständig vorlegt,
           4. einen oder mehrere Hunde gemäß § 2 und § 3 ohne Nachweis der erforderlichen Sachkunde zur Haltung eines derartigen Hundes hält,
           5. einen oder mehrere Hunde gemäß § 2 und § 3 ohne Nachweis einer ausreichenden Haftpflichtversicherung hält,
           6. gegen die Bestimmung des § 5 Abs. 1 mehr als zwei Hunde gemäß § 2 und § 3 hält, ohne dass die Voraussetzungen des § 5 Abs. 2 vorliegen,
           7. trotz Untersagung der Hundehaltung gemäß § 6 Abs. 1 einen oder mehrere Hunde gemäß § 2 und § 3 hält,
           8. trotz Untersagung der Hundehaltung gemäß § 6 Abs. 2 einen oder mehrere Hunde gemäß § 2 und § 3 hält,
           9. gegen die Bestimmungen des § 8 Abs. 1 bis 3 verstößt,
        10. gegen die Bestimmung des § 8 Abs. 4 verstößt.
(2)  Verwaltungsübertretungen sind, sofern die Tat nicht den Tatbestand einer in die Zuständigkeit der Gerichte fallenden strafbaren Handlung bildet, von der Bezirksverwaltungsbehörde mit einer Geldstrafe bis zu € 10.000,– und im Fall der Uneinbringlichkeit mit einer Ersatzfreiheitsstrafe bis zu 4 Wochen, im Falle einer Bestrafung gemäß Abs. 1 Z. 2, 3 und 9 mit einer Geldstrafe bis zu € 7.000,– und im Fall der Uneinbringlichkeit mit einer Ersatzfreiheitsstrafe bis zu 3 Wochen zu bestrafen.
(3)  Hunde, die Gegenstand einer strafbaren Handlung sind, können, außer bei einer Bestrafung gemäß § 10 Abs. 1 Z. 2, 3 und 9 für verfallen erklärt werden. Zur Sicherung des Verfalls beschlagnahmte Hunde sind bis zur Rechtskraft der Verfallserklärung auf Kosten des Hundehalters oder der Hundehalterin einem Tierheim zur Verwahrung zu übergeben. Im Falle der rechtskräftigen Verfallserklärung trägt der Hundehalter oder die Hundehalterin die Kosten der Verwahrung und allfälliger weitergehender Maßnahmen nach den Bestimmungen des Tierschutzgesetzes BGBl. I Nr. 118/2004 in der Fassung BGBl. I Nr. 35/2008.
(4)  Die Bezirksverwaltungsbehörde hat die Gemeinde, in welcher der Hundehalter oder die Hundehalterin den Hund, der Gegenstand der Verwaltungsübertretung ist, hält, über die rechtskräftige Bestrafung wegen einer Verwaltungsübertretung gemäß Abs. 1 zu verständigen.


§ 11
 (1)  Die Organe der Bundespolizei haben bei Vollziehung des § 8 Abs. 3 und 4 einzuschreiten durch
          a) Vorbeugungsmaßnahmen gegen drohende Verwaltungsübertretungen;
          b) Maßnahmen, die für die Einleitung oder Durchführung von Verwaltungsstrafverfahren erforderlich sind.
(2)  Weiters haben die Organe der Bundespolizei mitzuwirken bei Vollziehung des § 10 Abs. 3.


§ 12
 Eigener Wirkungsbereich
Die Gemeinden haben die in diesem Gesetz geregelten Aufgaben, mit Ausnahme der Ausübung des Verwaltungsstrafrechtes, im eigenen Wirkungsbereich zu besorgen.


§ 13
 Übergangsbestimmung
 (1)  Personen, die zum Zeitpunkt des Inkrafttretens dieses Gesetzes einen oder mehrere Hunde gemäß § 2 halten, haben binnen 6 Monaten nach Inkrafttreten des Gesetzes die Anzeige an die Gemeinde gemäß § 4 unter Anschluss der erforderlichen Nachweise vorzulegen. Die Vorlage des Nachweises der erforderlichen Sachkunde gemäß § 4 Abs. 2 ist nicht notwendig, wenn der Hund zum Zeitpunkt des Inkrafttretens des Gesetzes älter als acht Jahre ist.
(2)  Die Beschränkung der Anzahl des Haltens von Hunden gemäß § 5 gilt nicht für jene Hunde, die der Hundehalter oder die Hundehalterin zum Zeitpunkt des Inkrafttretens des Gesetzes hält. Der Hundehalter oder die Hundehalterin hat jedoch die Anzeige der Hunde gemäß Abs. 1 vorzunehmen. Wenn jedoch zum Zeitpunkt des Inkrafttretens des Gesetzes mehr als zwei Hunde gemäß § 2 in einem Haushalt gehalten werden, und einer oder mehrere dieser Hunde in den letzten sechs Monaten vor Inkrafttreten des Gesetzes einen Menschen so verletzt hat, dass deswegen eine strafgerichtliche Verurteilung erfolgt, kann die Gemeinde dem Hundehalter oder der Hundehalterin vorschreiben, die Beschränkung der Anzahl des Haltens von Hunden gemäß § 5 binnen eines Jahres herzustellen. Einer strafgerichtlichen Verurteilung ist die Erledigung des Strafverfahrens durch diversionelle Maßnahmen gleichzuhalten.
(3)  Bereits erlassene Verordnungen gemäß § 1a Abs. 7 NÖ Polizeistrafgesetz, LGBl. 4000 gelten ab Inkrafttreten dieses Gesetzes als Verordnungen gemäß § 9.


               


Hier der Gesetzestext "NÖ Hundehalte-Sachkundeverordnung":


§ 1
 Inhalt
Diese Verordnung regelt den Nachweis der erforderlichen Sachkunde für das Halten von Hunden mit erhöhtem Gefährdungspotential und von auffälligen Hunden.


§ 2
 Allgemeiner Teil über das Wesen und Verhalten des Hundes
Der allgemeine Teil der Ausbildung in einer Dauer von zumindest vier Stunden über das Wesen und das Verhalten des Hundes hat insbesondere zu beinhalten:
           1. Haltung und Pflege des Hundes (Gesundheit und Ernährung)
           2. Der Hund als soziales Lebewesen (Kontakte mit menschlichen Bezugspersonen, Kontakte mit Artgenossen, Entwicklung vom Welpen bis zum erwachsenen Hund, Einordnung in die soziale Gruppe)
           3. Lernverhalten bei Hunden (mit Übungsbeispielen)
           4. Die Sprache des Hundes (Körpersprache, akustische Sprache, verschiedene Duftwahrnehmungen, Tastsinn, Drohsignale bis hin zur Eskalation, Kommunikation Mensch – Hund, Angst)
           5. Stress bei Hunden (Stressfaktoren, Stressvermeidung, Stressreduktion, Bewältigung von Stresssituationen)
           6. Die richtige Beschäftigung mit dem Hund (Bewegungsbedürfnis, Spielverhalten)
           7. Mit dem Hund unterwegs (in Ballungsräumen, in der Natur)


§ 3
 Praktischer Teil über Leinenführigkeit,
 Sitzen und Freifolgen
 (1)  Der praktische Teil der Ausbildung über Leinenführigkeit, Sitzen und Freifolgen hat eine Dauer von zumindest sechs Stunden zu umfassen.
(2)  Bei der Leinenführigkeit ist insbesondere das Gehen und Laufen mit angeleintem Hund zu üben und vorzuzeigen. Dabei sind Hindernisse wie Wendungen, Tempowechsel und Anhalten vorzusehen.
(3)  Die Sitzausbildung hat insbesondere das Absetzen des Hundes aus der Bewegung zu umfassen. Die Übung muss mit freifolgendem Hund geübt und gezeigt werden.
(4)  Bei der Freifolgeausbildung ist insbesondere das Gehen und Laufen mit freifolgendem Hund zu üben und vorzuzeigen. Dabei sind Hindernisse wie Wendungen, Tempowechsel und Anhalten vorzusehen.
(5)  Bei der praktischen Ausbildung (Abs. 2 bis 4) hat die Bewältigung von Stresssituationen besondere Berücksichtigung zu finden.


§ 4
 Erbringung der Sachkunde
 (1)  Die Sachkunde gilt dann als erbracht, wenn die Hundehalterin oder der Hundehalter die erfolgreiche Absolvierung der Ausbildung und die Beherrschung der Inhalte nach § 2 und § 3 durch Vorlage einer Ausbildungsbestätigung dokumentiert.
(2)  Die Erbringung der allgemeinen oder der praktischen Sachkunde kann bei Hunden mit erhöhtem Gefährdungspotential dann entfallen, wenn die Hundehalterin oder der Hundehalter gegenüber der oder dem zur Ausstellung der Ausbildungsbestätigung Berechtigten die Absolvierung einer vergleichbaren Ausbildung mit diesem Hund nachweisen kann, die den Anforderungen nach § 2 oder § 3 entspricht.
(3)  Die Erbringung der allgemeinen Sachkunde kann bei Hunden mit erhöhtem Gefährdungspotential auch dann entfallen, wenn die Hundehalterin oder der Hundehalter gegenüber der oder dem zur Ausstellung der Ausbildungsbestätigung Berechtigten die Absolvierung dieser Ausbildung bereits mit einem anderen derartigen Hund nachweisen kann.
(4)  Zur Ausstellung der Ausbildungsbestätigung sind nach Zulassung durch die Landesregierung berechtigt:
           1. geeignete aktive Trainerinnen oder Trainer mit einer mindestens dreijährigen einschlägigen Erfahrung
*  des Österreichischen Kynologenverbandes,
*  der Österreichischen Hundesportunion und
*  des Österreichischen Jagdhundegebrauchsverbandes.
Die zur Ausstellung der Ausbildungsbestätigung Berechtigten sind von diesen Institutionen gegenüber der Landesregierung zur Zulassung namhaft zum machen,
           2. Diensthundeführer und
           3. geeignete Personen, die eine den zur Ausstellung der Ausbildungsbestätigung Berechtigten nach Z. 1 oder Z. 2 vergleichbare einschlägige Ausbildung und Prüfung durch eine sonstige in- oder ausländische Organisation nachweisen.
(5)  Die Zulassung ist auf die Dauer von höchstens fünf Jahren zu befristen. Sind die Zulassungsvoraussetzungen nicht mehr gegeben, ist die Zulassung zu widerrufen.
(6)  Über die positive Absolvierung der Ausbildung hat die oder der nach Abs. 5 Berechtigte eine Bestätigung nach der Anlage auszustellen. Die Bestätigung hat jedenfalls zu enthalten:
     *  Datum der erfolgreichen Absolvierung der Ausbildung
     *  Ort(e) der erfolgreichen Absolvierung der Ausbildung
     *  Angaben zur Legitimation der oder des zur Ausstellung der Ausbildungsbestätigung Berechtigten
     *  Angaben zur Hundehalterin oder zum Hundehalter
        (Name, Adresse, Geburtsdatum)
     *  Angaben zum Hund (Rasse, Alter, Geschlecht,
        Ausstellungsbehörde und Nummer der Hundeabgabemarke, Chipnummer)
     *  Datum der Ausstellung
     *  Unterschrift der oder des zur Ausstellung der Ausbildungsbestätigung Berechtigten
Den zur Ausstellung der Ausbildungsbestätigung Berechtigten sind vor Ausstellung der Bestätigung entsprechende Nachweise über die Identität der Hundehalterin oder des Hundehalters und des Hundes vorzulegen.


§ 5
 Gleichwertige Sachkundenachweise
 (1)  Die Absolvierung der Ausbildung nach §§ 1 bis 3 ist bei einem Hund mit erhöhtem Gefährdungspotential dann nicht erforderlich, wenn die Hundehalterin oder der Hundehalter eine absolvierte Ausbildung mit diesem Hund nach vergleichbaren Vorschriften eines anderen Bundeslandes nachweisen kann.
(2)  Der Nachweis der erforderlichen Sachkunde zur Haltung eines Hundes mit erhöhtem Gefährdungspotential gilt auch dann als erbracht, wenn die Hundehalterin oder der Hundehalter die Absolvierung einer vergleichbaren Ausbildung mit diesem Hund nachweisen kann, die den Anforderungen nach § 2 und § 3 entspricht.

Anlage zu § 4 Abs. 6
BESTÄTIGUNG ÜBER DIE POSITIVE ABSOLVIERUNG DER AUSBILDUNG
nach § 4 Abs. 2 des NÖ Hundehaltegesetzes in Verbindung mit
der
 NÖ Hundehalte-Sachkundeverordnung
Hundehalterin oder Hundehalter

Name:………………………………………………………...
Adresse:……..................…………………………………...
Geburtsdatum:………………………………......................
Hund
Rasse:………………………………………………………..
Alter:………………………………………………………….
Geschlecht:…....………………………………….…………

Ausstellungsbehörde und Nummer der Hundeabgabemarke:
………………………………………………………………..
Chipnummer:…...........……………………………………..
Die oder der zur Ausstellung der Ausbildungsbestätigung Berechtigte
Legitimation:…………………………………………………
Ort(e) der erfolgreichen Absolvierung der Ausbildung
…………………………………………………………………
Datum der erfolgreichen Absolvierung der Ausbildung
……………………………....................……………………..
(nur zu vermerken, wenn Teile der Sachkunde nach § 4 Abs. 2 bereits vorliegen)
Anmerkung zur allgemeinen Sachkunde
………………………………………………………………..
Anmerkung zur praktischen Sachkunde
…………………………………………………………..........

               

..........................................

………………….....……

(Tag der Ausstellung)

(Unterschrift der oder des
zur Ausstellung der
Ausbildungsbestätigung
Berechtigten)