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Dienstag, 2. Juni 2015

Marlo lernt das Leben zu genießen

Die letzten Wochen waren für Marlo sehr erfreulich, denn er bekommt jetzt öfter Abwechslung: Marion, die neue Qualitätszeit-Patin, und Thomas, einer der Marlo-Rettungs-Helfer, besuchen ihn zusätzlich zu mir und seiner Retterin, die die Unterbringung finanziert.

Aus dem "Pechvogel" Marlo, der in seinem bisherigen Leben nur wenig kennen lernte - er wurde größtenteils in einem kleinen Zwinger gehalten - kommt ein entzückender und liebenswerter Hund zum Vorschein, der menschliche Nähe genießt.

Marlo mit Sternchen in den Augen:


Dabei hatte der Rottweiler bisher einen ganz anderen Ruf: schmerzbedingt (er hat Spondylosen) und aufgrund eines harten und gewaltsamen Umgangs, wurde er - bevor ich ihn kennenlernen durfte - als aggressiv abgestempelt.

Gemeinsam mit engagierten TierschützerInnen konnte seine Rettung gelingen - fairer Umgang und Training durch positive Verstärkung ohne Bedrohungs- oder Strafszenarios sei dank.





Dieser tolle Hund sucht noch seine Menschen! InteressentInnen, bitte unter u.aigner(ät)gmail.com melden! Marlo braucht dringend ein Zuhause!



Solange Marlo noch nicht in ein Zuhause umziehen kann, muss seine Unterbringung und Versorgung finanziert werden. Daher sind, neben der Qualitätszeit-Patenschaft, finanzielle UnterstützerInnen herzlich willkommen:

Kontoinhaber: Private Tierhilfe Ungarn HYPO NÖ – Landesbank für NÖ und Wien
AT16 5300 0032 5502 1086
HYPNATWW
Kennwort Marlo



Danke!


Marlo wird bereits auf ein wirkliches Zuhause vorbereitet, er lernt:
  • neue Menschen positiv kennen
  • Menschen zu vertrauen
  • Leinenführigkeit
  • Beißkorbtraining
  • Decke als Sicherheitsort
  • Signale wie Komm, Sitz
  • positiv konditionierter Geschirrgriff
  • an anderen Hunden vorbeigehen
  • ... und das Leben zu genießen ... :)

Begeistert läuft er auf seine Patin Marion zu:


















 Marlo verbringt Qualitätszeit mit Marion:








Aufmerksamer Marlo beim Tür öffnen, an der Leine gehen und Geschirrgriff-Üben:






Marlo genießt auch eine willkommene Abkühlung: 




Gemeinsame Zeit mit einer seiner BetreuerInnen: 




Marlo entspannt mit Thomas: 




Kuscheln mit seiner Retterin: 


Marlo lernt, zu kooperieren, auch wenn ein Hund außerhalb des Zauns vorbeigeführt wird: 




... uuuuuund: Marlo lernt das Leben zu genießen: 





... teilen erwünscht, damit Marlo ein Zuhause bekommt!

DANKE!






Dienstag, 28. April 2015

Rottweiler Marlo sucht seine Menschen


Marlo ist ein etwa 5jähriger, wunderschöner, kastrierter Rottweilerrüde, der positiv und aufgeschlossen auf Menschen zugeht, Streicheleinheiten genießt und in der Nähe von Wien untergebracht ist.



In seinem bisherigen Leben lernte er nur wenig kennen, er wurde größtenteils in einem kleinen Zwinger gehalten. 




Wir wünschen uns ein ein ruhiges Zuhause am Land mit Garten, das hektische Leben in der Stadt würde ihn überfordern. Marlo sollte ohne andere Tiere oder Kinder leben.



Der Rottweiler hatte bisher viel Pech in seinem Leben: schmerzbedingt (er hat Spondylosen) und aufgrund von hartem und gewaltsamem Umgang, wurde er - bevor ich ihn kennenlernen durfte - als aggressiv abgestempelt




Gemeinsam mit engagierten TierschützerInnen konnte seine Rettung gelingen - fairer Umgang und Training durch positive Verstärkung ohne Bedrohungs- oder Strafszenarios machten aus Marlo einen neugierigen (Jung-) Hund, der vertrauensvoll die Welt entdeckt und viel dazulernt.




Marlos Menschen sollten idealerweise bereits Hundeerfahrung haben und dem Um- bzw. Einzug etwas Zeit geben. 




Die Bereitschaft, auf seine Bedürfnisse und Möglichkeiten individuell einzugehen und vor allem im Bereich Umgang und Training dazuzulernen, ist eine Voraussetzung für die Vermittlung.



Marlo ein neues Zuhause zu geben, bedeutet bestimmt einen Mehraufwand im Vergleich zu einem Hund, der bisher viele positive Erfahrungen mit Menschen, anderen Tieren und der Umwelt machen durfte. 
Es lohnt sich aber tausendfach - ein lachender und glücklicher Marlo ist das schönste Geschenk! 
Er hat es sich von ganzem Herz verdient!



Interessiert, Marlo kennen zu lernen? 
Am Besten gleich ein Email an u.aigner(at)gmail.com schreiben!




Wer Marlo kein Zuhause bieten kann, aber Zeit und Engagement mitbringt, kann auch mit einer Patenschaft helfen:
Marlo freut sich über Qualitätszeit, aber natürlich auch über finanzielle Hilfe.
Denn bis er endlich in ein Zuhause umziehen kann, wird noch Zeit vergehen und Unterbringung kostet Geld.

Daher sind UnterstützerInnen selbstverständlich herzlich willkommen:

Kontoinhaber: Private Tierhilfe Ungarn HYPO NÖ – Landesbank für NÖ und Wien
AT16 5300 0032 5502 1086
HYPNATWW
Kennwort Marlo



Danke!



Montag, 16. Februar 2015

Rottweiler Marlo lernt ... Vertrauen

Der heutige Besuch bei Marlo, dem Rottweiler aus Ungarn, war wieder äußerst erfreulich. :-)

Für alle Neu-EinsteigerInnen im Bericht über Marlos Leben, hier ist seine Geschichte nachzulesen.

Es ging wieder ins Freie. :-)


Auf dem Weg in den Auslauf entdeckt Marlo eine interessante Stelle.


Ruhiges Training: Marlo wartet auf die Beißkorbübung.




Auch als ein anderer Hund am Zaun vorbeiging, ließ sich Marlo, kurzfristig wieder angeleint, sehr gut umlenken.
Es ist sehr schön mitzuerleben, wie dankbar Marlo die Hilfe annimmt.




Marlo lernt Vertrauen.


Marlo genießt sein neues Leben, bekommt auch in meiner Abwesenheit Auslauf und erlebt freundliche und nette menschliche Gesellschaft.

Marlo hat es sich verdient, bald jemanden kennenzulernen, der oder die ihm ein schönes und liebevolles Zuhause geben kann.

Da er so wenig kennengelernt hat, ist ein Haus (am Land) mit Garten Voraussetzung, keine (Klein-)Kinder. Ein Kennenlernen wäre ab sofort möglich, Marlo braucht Zeit, um Vertrauen zu fassen.


Doch bis zu einer erfolgreichen Vermittlung wird noch Zeit vergehen und die Unterbringung in Österreich kostet - genauso wie in Ungarn - Geld.

Zudem stehen derzeit medizinische Untersuchungen an.

Daher sind finanzielle UnterstützerInnen selbstverständlich herzlich willkommen:

Kontoinhaber: Private Tierhilfe Ungarn
HYPO NÖ – Landesbank für NÖ und Wien 
AT16 5300 0032 5502 1086 
HYPNATWW 
Kennwort Marlo


DANKE AN ALLE UNTERSTÜTZER_INNEN!



... to be continued ...



Donnerstag, 22. Januar 2015

In Ruhe lernen - Clickertraining ohne Hektik

"Schnell noch mit dem Hund was machen" ... "Dieses Ziel müssen wir bis morgen erreichen" - Diese Gedanken hat man im durchgeplanten Alltag bald mal im Kopf. Das spiegelt sich dann oft auch im Verhalten des Hundes.

Besonders beim Trainieren von Tricks oder auch bei der Verhaltensmodifikation von Hund-Hund-Aggressionsproblematik kann es passieren, dass zB. aufgedrehte oder hektische Verhaltensweisen belohnt werden.
Es soll ja Hunde geben, die beim Anblick des Clickers bereits eine sehr starke Erwartungshaltung haben: AUFREGUNG! :-)

Dabei kann man Ruhe und Konzentration genauso üben, wie schnelle (Verhaltens-) Reaktionen.

Ja, auch mit "Hibbelhunden".
Ja, auch mit mehreren Hunden.
Ja, auch mit mehreren "Hibbelhunden".

Oder gerade bei diesen. ;-)

Hunde, die lernen, auch mal mit Ruhe und Konzentration zum Erfolg zu kommen, können dies auch besser auf andere Situationen übertragen. Und das Training (bzw. der Clicker) bekommt eine neue emotionale Färbung. :)


Wichtige Grundlage, vor allem bei Mehrhundehaltung, ist das Warten auf einer Decke (Korb, Box):

1. Der Hund wird durch Handsignal oder durch Locken auf die Decke und in die Position "Platz" gelockt, sobald der Hund auf der Decke liegt, wird geclickt und in der Position "Platz" gefüttert. Steht der Hund nach dem Click auf, ist das kein Fehler. Einfach wieder in Position locken und danach Futter geben, nicht das Aufstehen belohnen.

2. Das Verhalten aktiv auflösen, der Hund soll lernen, nicht vor dem Auflösesignal aufzustehen. Das Auflösen kann auch mit Futter belohnt werden.

3. Die Distanz zum Hund schrittweise erhöhen: zuerst das Bein heben, währenddessen clicken und füttern wenn Hund auf seiner Decke liegen bleibt; dann einen Schritt zurück, währenddessen clicken und füttern wenn Hund auf seiner Decke liegen bleibt; etc... Das Auflösen des Verhaltens nicht vergessen!

4. Der Hund wird sich mit großer Wahrscheinlichkeit schon bald selbstständig auf die Decke legen. Dann ist es soweit, das Verhalten zu benennen:
In dem Moment (idealerweise kurz davor), wenn der Hund zur Decke geht, wird das Wortsignal gesagt und dann mit Click und Futter belohnt, wenn er auf der Decke liegt. Verhalten wieder auflösen. :-)



Im Falle einer Mehrhunde-WG:

Bei Mehrhundehaltung sollten diese Basics eventuell mit jedem Hund einzeln aufgebaut werden.

Danach kann es beispielsweise so weitergehen:

1. Alle Hunde liegen auf ihrem Platz, in ausreichend großem Abstand zueinander und werden - gleichzeitig - durch Clicker und Futter belohnt.
Inzwischen sollten sie bereits verstanden haben, dass das Aufstehen erst nach dem Auflösesignal erwünscht ist.
Dennoch sollte bei den ersten Einheiten mit mehreren Hunden die Anforderungen wieder heruntergeschraubt werden, also Belohnungsintervall hoch, Abstand zu den Hunden gering, wenig Ablenkung, etc... Schritt für Schritt (siehe oben) diese Kriterien verändern.

Ja, es ist sehr gut möglich, mit einem Clicker zwei (oder mehrere) Hunde zu belohnen: auch wenn im weiteren Verlauf einer "arbeitet" und der andere "wartet".
Hunde sind intelligent und wissen, wann sie dran sind, wenn man ihnen die Gelegenheit dazu gibt. ;-)

Hier ist bereits eine fortgeschrittene Stufe zu sehen, Click für beide, danach gehe ich ruhig zurück und jedeR bekommt einen Keks serviert:


Nemo bekommt seinen Keks, Baghira ist noch mit Kauen beschäftigt:



2. Das Auflösen erfolgt einzeln: Hier wird Nemo mittels Name und Auflösesignal gefragt, ob er aufstehen mag. In dem Moment, wo Nemo aufsteht, bzw. Baghira liegen bleibt, erfolgt der Click und die Hunde bekommen mit ruhigen und langsamen Handbewegungen Kekse.
Es ist empfehlenswert, anfangs dem ruhenden Hund zuerst den Keks nach dem Click zu geben, oder beide gleichzeitig zu füttern (Achtung: keine hektischen, schnellen Bewegungen!):


Sobald beim Grundlagentraining der "wartende" Hund seinen Keks gegessen hat, ist der "arbeitende" dran:


3. Wenn das einzeln auflösen gut klappt (dh, es gibt keine Fehlstarts vom falschen Hund :-) ), bekommt der "arbeitende" Hund wirklich Etwas zu tun.
Das soll anfangs gar nichts Schwieriges oder Neues sein, ein Sitz genügt (für "Hibbelhunde" ohnehin schwer genug). Achtung: Click und Futter gibts nur in der erwünschten Position:


4. Nun sollte mehr und mehr begonnen werden, den "wartenden" Hund nicht mehr bei jedem Click (der ja in weiterer Folge eigentlich für den "arbeitenden" gedacht ist) mit Futter zu belohnen. Gute ZielwerferInnen unter uns können natürlich auch zwischendurch Kekse auf den Platz des "wartenden" Hundes werfen.
Der "arbeitende" Hund lernt unterschiedliche (zuerst) ruhige Signale (Sitz, Handtouch, später auch neue Verhaltensweisen...) auszuführen.

Das Ziel nicht aus den Augen verlieren: "wartende" Hund lernt geduldig zu warten, "arbeitende" Hund lernt sich zu konzentrieren.


Diese Anleitung kann natürlich nicht jede Eventualität abdecken und ist gerade für Clicker-AnfängerInnen (dasselbe für Markersignal) anfangs ohne Unterstützung in der Praxis schwierig umsetzbar.
Es ist daher sehr empfehlenswert, eine Stunde bei einem Trainer oder Trainerin zu nehmen, als lange Zeit bei den Basics nicht weiter zu kommen. Das frustriert nicht nur die Menschen, sondern auch die Hunde - und bringt vielleicht genau deshalb wieder mehr Hektik rein.

Wenn die Grundlagen passen, kann das Training "alles mögliche" umfassen: alte Tricks, neue Tricks, etc.
Dann macht es ja erst so richtig Spaß. :-)


Hier lernen meine Hunde langsam und konzentriert Körperübungen, die die Balance, Muskulatur und Beweglichkeit fördern. Für die 12-jährige Baghira besonders wertvoll!


Click für bewusst langsames Hinaufsteigen.
Keks nach dem Click nicht vergessen.
Das klappt auch auf der oberen Stufe.
Handtouch nach oben bringt Baghira dazu, sich zu strecken.



Click für Nemo, wenn er nur auf die erste Stufe steigt, anstatt hektisch zu springen.
Click und freudige Erwartung...
... auf den Keks - ganz ohne Hektik und Frust.

Wichtig: Am Schluss gibt es immer auf dem Platz ...
... Kekse, und zwar mehrere. Durchaus auch auf Decke suchen lassen.
Für ein ruhiges Ende der Trainingseinheit. :-)

Viel Spaß beim Training! :-)