Sonntag, 17. Juni 2012

angenehme Sommerfrisur

Baghira und Nemo tragen seit heute ihre Sommerfrisur. Ok, Schönheitswettbewerb werden wir nicht gewinnen, aber so lebt sich's angenehmer bei den aktuellen Temperaturen.
Hannes hat zur Übung die Schermaschine auch kennengelernt, aber ohne ihm wirklich die Haare zu stutzen - so dicht ist sein Fell nicht. Aber auch bei ihm ist etwas neu: er trägt ein neues Brustgeschirr, das ihm sehr gut steht (auf den Fotos leider verrutscht). ;-)




Dienstag, 5. Juni 2012

Member of "The Pet Professional Guild"

"Canis sapiens - gewaltfreies Hundetraining" ist nun PPG-Mitglied - The Pet Professional Guild. 

PPG ist ein Netzwerk gewaltfrei arbeitender TrainerInnen, das ständig Fortbildungen auf höchstem Niveau bietet:

http://www.petprofessionalguild.com/PPGGuidingPrinciples

The Pet Professional Guild Vision
A world where people and pets can live together to their mutual benefit and where pets can live and function free from physical and mental pain, stress and fear as valued family members.
  
The Pet Professional Guild Mission
Our mission is to help make every pet a valued member of its family and improve the relationship and the quality of life people share with their pets by;
  • Providing the greatest value and highest quality, state-of-the-art, force-free, scientific based pet training and pet care for each clients.
  • We will always demonstrate integrity, compassion and an uncompromising commitment to excellence in the care and support of clients and their pets.
  • We will continually expand our knowledge and improve our skills to serve our clients as a valuable resource, providing the most innovative pet training and pet care possible.
Our Pledge:
  • We pledge to use our knowledge and skills for the benefit of pets and their owners.
  • To practice within the pet care industry conscientiously with dignity and in keeping with the principles of The Pet Professional Guild.
  • We accept as a lifelong obligation the continual improvement of professional knowledge and competence.
  • We are committed to the highest professional and ethical standards in any business practices and in the approach to pet training and pet care.
  • Customers will always be treated with respect, kindness and caring.
  • To work openly and honestly with clients who share these values in their relationship with their pet and who;
  1. Are committed to educating their pets and learning to truly communicate with them.
  2. Enjoy working, playing and spending time with their pets.
  3. Integrate their pets into their family and are willing to teach them how to live in a human society.
  4. Recognize and understand the value, effectiveness and power of force-free training methods.
  5. Are dedicated to optimizing the physical, social and mental well-being of their pets.
Our Key Values
  • First, do no harm:
  • Our ethical principles allow for no harm and provide for the well being of each pet.
  • Emphasize a 'holistic', force-free approach to pet training and pet care by attending to the physical, emotional, and environmental well being of pets in our care.
The Pet Professional Guild Members Professional Ethics
  1. We always hold the pet’s welfare as our top priority. The pet is the vulnerable component in the consultation process as they cannot offer informed consent
  2. The professionals’ role is one that is beneficial to the pet and never to its detriment. Always seek to do no harm.
  3. Do not condone or endorse any treatment by a pet’s owner that is physically or mentally cruel. We will opt out of a consulting agreement rather than attempt to manage an unethical course of action.
  4. We only consult with clients who offer cases that we have the professional competence to deal with.
  5. We only use procedures, protocols and training tools that are empirically based and have a proven track record.
  6. We always consider communications with our clients privileged. We will only break that confidentiality if a pet is being abused and the client cannot be dissuaded from using their current approach. We always act according to local and state laws in terms of reporting animal cruelty.
  7. We recognize that the pets’ owner is responsible for their pet and the owner has the right to make decisions about the professional treatment of their pet.
  8. Ensure all communications are professional and based in fact. When discussing industry practices, trends or issues, members will limit discussion to practices and consequences, rather than the individuals using them, thereby ensuring informed, professional and civil exchanges that enrich members and the industry of force-free pet professionals
  9. Apply the following ethical principles to each situation you encounter:
  • Respect for the freedom and dignity of others
  • Do no harm
  • Do good
  • Act fairly
  • Be faithful to promises made




Dienstag, 15. Mai 2012

Aggression? Weshalb Unterordnung/Gehorsam der falsche Weg ist...

Das Aggressionsverhalten von Hunden... hört sich schon gefährlich an, oder? Ich denke, es gibt kaum eine Verhaltensweise von Hunden, die derart fehlinterpretiert wird.
Aggressive Kommunikation (siehe Grafik Eskalationsstufen) ist jedoch hundliches Normalverhalten und dient einem Zweck: Distanzvergrößerung. 


Die Kommunikation beginnt ganz unten, je nachdem wie stark sich der Hund in einer Situation bedroht fühlt, werden die Stufen aufsteigend "beschritten".
Der grüne Bereich zeigt an, dass dem Hund etwas bereits unangenehm ist, er jedoch mit der Situation so weit umgehen kann. Wird die Situation jedoch nicht verändert, bzw steigt die Bedrohung aus Sicht des Hundes, wird der gelbe Bereich erreicht. Hier fühlt sich der Hund mehr und mehr bedrängt, zeigt bereits Stressreaktionen. Die Bedrohung hält an bzw wird schlimmer? --> die rote Zone wird erreicht. Ein Hund in diesem Bereich macht sich bereit, sich zu verteidigen. Ein Biss erfolgt aber erst als letztmögliche Handlungsalternative.

Es ist individuell unterschiedlich (Genetik, Sozialisation und Lernerfahrungen), mit welchen Situationen ein Hund noch umgehen kann und in welchen er sich bereits bedrängt oder bedroht fühlt. 

Manche Hunde haben derart schlechte Erfahrungen mit Menschen gemacht (und/oder es wurde in ihrer Frühentwicklung die wichtige Phase der Sozialisation verpasst), dass sie unbekannte, sich schnell bewegende, laute... Menschen furchterregend und beängstigend empfinden. Ein schnelles geradliniges Vorbeigehen einer unbekannten Person kann hier schon Verbellen und/oder Knurren und/oder Hinschnappen auslösen. 

Dies ist selbstverständlich ein Zustand, der verändert werden muss! Leider ist es für HundebesitzerInnen nicht einfach, aus dem verwirrenden Angebot an Hundeschulen und -TrainerInnen das "Richtige" auszuwählen. Es kann fatale Folgen haben, wenn das Training darauf beruht, den Hund zu dominieren, er als Befehlsempfänger degradiert wird und rein über Gehorsam/Unterordnung gearbeitet wird - ganz abgesehen von der Tierschutzrelevanz dieser Methoden. 

Meistens werden deutlich wahrnehmbare Signale wie Bellen, Knurren, Hinspringen, Schnappen, ... bestraft bzw. korrigiert, woraufhin sich der Hund bestenfalls vorübergehend einschüchtern lässt und "gehorcht". Denn was lernt der Hund bei dieser "Behandlung"? Dass andere Menschen (Kinder, andere Hunde, Autos, welche Reize auch immer den Hund ängstigen) bewirken, dass er bestraft und somit noch mehr geängstigt wird UND die deutlichen Warnstufen wie Bellen, Knurren, etc einfach überspringt... und gleich beißt.
Derartiges - leider noch immer gängiges - Training ist die perfekte Anleitung zu "Wie mache ich aus meinem Hund einen Angstbeißer, der ohne Vorwarnung zupackt?" und produziert tickende Zeitbomben, die irgendwann "explodieren" (müssen). 

Was passiert schlussendlich mit solchen Hunden, denen Unberechenbarkeit und "Bösartigkeit" unbewusst, aber gezielt beigebracht wurde? Sie werden getötet. 
Ich musste bereits mehrere Hunde kennen lernen, die jetzt nicht mehr leben, weil sie "euthanasiert" (guter Tod???) wurden...An den Hunden lag's nicht, die wären über Training mit Verstand, das auch funktioniert, froh gewesen... an den Menschen scheitert's - wie so oft.
Allesamt wurden sie verhaut durch Dominanz- und RangordnungsfanatikerInnen, die weder von modernem, gewaltfreiem und positivem Training noch vom Ausdrucksverhalten von Hunden eine Ahnung haben. Aber Unterordnen und "Gehorsam" einfordern, das können sie. Ihnen hilflos ausgelieferte Lebewesen zeigen, wer "der Herr im Haus" ist. Und am Lebensende des Hundes dann wahrscheinlich sagen: "Der Hund ist einfach dominant und aggressiv, da kann man nix machen...". 


Hansi, Baghira, Nemo und ich...

Diesen Satz habe ich auch vor einiger Zeit von Hansi gehört. Achja, unberechenbar war er auch. Merkwürdig, dass er das bei mir nicht (mehr) ist. Hansi hatte Glück, er kann jetzt bei mir wohnen und integriert sich sowohl in die hundliche als auch in die menschliche Gesellschaft vorbildlich. Wunder? Ausnahme? NEIN!

Auch die Schäferhündin in diesem Video hatte Glück und kam nicht zu Unterordnungs- und DominanztrainerInnen, sondern durfte durch Vertrauen, geschicktes gewaltfreies und positives Training lernen, dass ihr in dieser Welt nichts geschieht... 



Sie haben auch einen sehr ängstlichen Hund zu Hause? Er verbellt Menschen, knurrt wenn Besuch kommt oder hat auch schon geschnappt? Oder Sie können Ihren Hund überhaupt nicht (mehr) einschätzen? Kontaktieren Sie mich, es gibt immer eine Möglichkeit, Ihrem Hund und Ihnen zu helfen - dauerhaft.